Seiter Klinik
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Ambulantes Thrombosemanagement

Die Phlebothrombose (auch tiefe oder subfasciale Beinvenenthrombose) ist eine gefährliche Komplikation der Krampfader-Erkrankung, kann aber unter Umständen auch ohne vorliegende Varizen auftreten. Unbehandelt kann die Thrombose im schlimmsten Fall zu einer Lungenembolie führen.

Typische Symptome sind:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Wärmegefühl
  • Schmerzen

Diagnostik

Zur sicheren Diagnose ist eine Ultraschalluntersuchung (Duplex) und ggf. eine Phlebographie erforderlich. Nachdem die Thrombose diagnostiziert wurde, muss sofort eine adäquate Behandlung eingeleitet werden.

Therapie

  • sofortige Antikoagulation mit NMH s.c. (z.B. Fraxiparin, Fragmin P Forte etc., jeweils in Abhängigkeit vom Körpergewicht) unter Thrombozytenkontrolle
  • sofort überlappend Antikoagulation mit Marcumar für 3 Monate (Quick; 25-35%, INR 2-3)
  • sofortige Kompressionstherapie mit OS-Kompressionsstrümpfen KKL.II für zunächst 6 Monate
  • sofortige Mobilisierung
  • Duplex-Kontrolle nach 3 Monaten, evtl. auch kurzfristig nach Diagnose-Stellung

Thrombophiliediagnostik

In bestimmten Fällen ist 4 Wochen nach Absetzen des Marcumars eine Blutuntersuchung notwendig, um eine eventuelle Thrombophilie als Ursache feststellen zu können. Dies wird in folgenden Fällen notwendig:

  • "unerklärliche" Thrombose
  • Rezidiv-Thrombose
  • familiäre Disposition
  • Thrombose unter Marcumar

Der Umfang der Untersuchung richtet sich nach folgenden Kriterien:

  • Erstereignis / > 60 J.:
    • keine Diagnostik
  • Erstereignis / 45-60 J.:
    • APC-Resistenz (heterozygot)
    • Prothrombinmutation
  • Erstereignis / < 45 J. /und/oder Rezidiv, fam. Disposition:
    • APC-Resistenz
    • Prothrombinmutation
    • Antithrombin
    • Protein C
    • Protein S
    • Faktor VIII
    • Lupusantikoagulation
    • Anticardiolipin-AK

Je nach Ergebnis der Thrombophiliediagnostik und der Lokalisation/Ausdehnung der Phlebothrombose wird über das weitere Vorgehen entschieden, also:

  • Antikoagulation
  • Kompressionstherapie
  • Kontrollintervalle

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