Unter Besenreiser-Varizen versteht man kleine, direkt in der Haut verlaufende erweiterte Venen. Ihr Durchmesser differiert zwischen 0,5 und 2 mm, ihre Farbe ist teilweise rötlich, teilweise bläulich. Sie sind über die so genannten retikulären Venen direkt mit den tiefen Beinvenen verbunden. Ausgangspunkt für die Entstehung von Besenreiser-Varizen ist eine Schwäche des Bindegewebes. Sie verursacht eine Erweiterung der retikulären Venen. Als Folge fließt das venöse Blut langsamer durch diese Venen und staut sich dort. Der venöse Stau führt dazu, dass sich Besenreiser-Varizen bilden.
In den meisten Fällen werden die Besenreiser durch kleinere Krampfadern gespeist, welche zuerst in einer kleinen ambulanten Operation entfernt werden müssen, bevor die Besenreiser wirksam behandelt werden können. Nach der Entfernung der versorgenden Krampfadern sind neben der Thermokoagulation zwei weitere Therapiealternativen möglich:
Es ist zu beachten, dass die Therapie je nach Befund gewählt werden muss, da nicht jede Therapie für jeden Befund geeignet ist.
Spezielles Behandlungsprogramm
Vor einigen Jahren wurde in der Praxis Dr.Seiter ein spezielles Behandlungsverfahren für Besenreiser-Varizen entwickelt. Durch das Entfernen der erweiterten retikulären Venen werden die Besenreiser-Varizen gewissermassen "trockengelegt" und dann mittels Laser und/oder Verödung weiterbehandelt. Das Ganze geschieht bei örtlicher Betäubung und ambulant. Der Patient kann danach ganz normal seinen Alltagsgeschäften nachgehen. Er muss lediglich am Operationstag einen Kompressionsverband tragen. Nach einigen Wochen verblassen die Besenreiser-Varizen.