- Ist es überhaupt notwendig, Krampfadern operativ zu entfernen?
- Können Krampfadern nach einer OP wiederkommen?
- Wo fließt das Blut hin, wenn die Krampfadern entfernt wurden? Sucht sich das Blut neue Wege?
- Kann man beliebig viele Venen entfernen?
- Wenn Venen entfernt werden, dann fehlt dem Körper doch etwas, beziehungsweise wo fließt das Blut dann hin?
- Wie oft kann man eigentlich operieren, man kann doch nicht beliebig oft Venen entfernen?
- Kann man Krampfadern auch operieren, wenn diese schon einmal verödet wurden?
- Kann auch im Sommer operiert werden?
- Warum kann man die defekten Venenklappen nicht reparieren?
- Was kann ich selbst tun, um Venenleiden vorzubeugen? Was ist nützlich? Was ist schädlich?
Antwort: Vorhandene Krampfadern müssen entfernt werden, auch wenn sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Beschwerden verursachen, da man sonst Gefahr läuft, durch das Auftreten der bekannten Komplikationen (Entzündung, Thrombose, Lungenembolie) schwerwiegende Folgen für die Funktion des Beines zu erleiden.
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Antwort: Krampfadern sind aufgrund einer chronischen, in der Regel ererbten Bindegewebsschwäche entstanden. Diese Bindegewebsschwäche als Ursache der Varizen kann selbstverständlich nicht operativ behandelt werden. Deshalb kann es sein, dass nach einer Krampfaderoperation erneut Krampfadern entstehen können. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass jährliche Kontrolluntersuchungen nach einer erfolgten Krampfaderoperation durchgeführt werden, um gegebenenfalls erneut aufgetretene Krampfadern ohne größeren Aufwand zu beheben.
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Antwort: Der Abtransport des venösen Blutes erfolgt über das tiefe Beinvenensystem und die noch funktionsfähigen Venen des oberflächlichen Venensystems. Diese Gefäßsysteme müssen vor jeder Operation mit den dafür zur Verfügung stehenden apparativen Methoden untersucht werden. Erst wenn sichergestellt ist, dass diese Venen funktionsfähig sind, kann eine Varizenoperation gefahrlos durchgeführt werden. Das Blut muss sich deshalb keine neuen Wege suchen, weil diese zuvor erwähnten Gefäßsysteme seinen Abtransport übernehmen.
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Antwort: Es dürfen nur die Venen des oberflächlichen Venensystems entfernt werden, die krankhaft verändert sind. Die gesunden Venen müssen selbstverständlich belassen werden.
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Antwort: In den krankhaft veränderten Venen, den Krampfadern, fließt das Blut nicht mehr in der “richtigen“ Richtung. Das bedeutet, dass das Blut in diesen Varizen anstatt körperwärts von unten nach oben entgegengesetzt, nämlich von oben nach unten, also fußwärts fließt. Die Folge ist, dass diese krankhaft veränderten Venen ihre eigentliche Aufgabe, das Venenblut körperwärts abzutransportieren nicht mehr erfüllen. Werden diese Venen entfernt, bleibt der normale Transportmechanismus des Venenblutes erhalten, das heißt, dem Körper fehlt nichts und der Patient kann ohne irgendwelche Einbußen normal weiterleben. Dies kann man sich ähnlich der Behandlung bei einem entzündeten Blinddarm vorstellen. Hier kommt es ebenfalls nach Entfernung des entzündeten, also nicht mehr funktionsfähigen Blinddarmes zu keiner Beeinträchtigung der anderen Körperfunktionen.
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Antwort: Nicht mehr richtig funktionierende Venen müssen entfernt werden. Voraussetzung ist eine regelrechte Transportfunktion des tiefen Beinvenensystems. Es besteht daher keine Begrenzung bezüglich der Anzahl von Venenoperationen.
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Antwort: Selbstverständlich können verödete Krampfadern operativ entfernt werden. Die Operation ist allerdings etwas mühsamer und langwieriger, da durch die Verödungstechnik in der Regel das umliegende Gewebe ebenfalls verhärtet ist und dadurch die Entfernung der verödeten Krampfadern mehr Zeit und Mühe beansprucht.
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Antwort: Selbstverständlich. Es bestehen keinerlei medizinische Argumente, die gegen eine Varizenoperation im Sommer sprechen.
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Antwort: Sämtliche bisher angewandten Operationstechniken, Venenklappen wieder funktionsfähig zu machen, waren nicht erfolgreich. In vielen Fällen ist es sogar gehäuft zu oberflächlichen Venenthrombosen und damit zu einer gefährlichen Komplikation gekommen.
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Antwort: Hierfür gibt es zwei Ansatzpunkte:
Einerseits muss der so genannte venöse Rückfluss aus dem Bein verbessert werden, das heißt, es muss eine Steigerung der venösen Fließgeschwindigkeit des Blutes erreicht werden. Andererseits müssen die Risikofaktoren, an einem Venenleiden zu erkranken so frühzeitig wie möglich eingedämmt werden.
Die Verbesserung des venösen Rückflusses wird erreicht durch spezielle Venengymnastik, häufiges Bewegen wie zum Beispiel Walking. Nützlich sind Hochlegen der Beine, flache Schuhe, Wassertreten, kalte Güsse nach Kneipp.
Unterstützt wird der venöse Rückfluss durch die VenoPed-Schuheinlage und den Kompressionsstrumpf.
Der Betroffene muss darauf achten, dass er sein Körpergewicht im Normbereich hält, beziehungsweise sein Normgewicht anstrebt. Zu langes Stehen und zu langes Sitzen sollten vermieden werden. Ständiges Saunieren und heiße Bäder sowie Wechselduschen schwächen die Venenwände. Schädlich sind Rollen-und Bürstenmassagen. Vorsicht bei Fußbodenheizung.
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